Die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie gliedert sich in der Veterinärmedizin in die Kurse A  – C. Im Rahmen dieser Kurse sollen die Teilnehmer qualifizierte Kenntnisse zum Denkansatz, zur Theorie und zur Praxis der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten mit Hilfe der klassischen Homöopathie erwerben (Veterinärhomöopathie).

ATF_Mitglied_Internet.pngDiese bilden zusammen mit den von den jeweiligen Tierärztekammern und der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) vorgeschriebenen Voraussetzungen die Grundlage für die Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Homöopathie.

Was ist neu, was ist anders?
Die  für die Weiterbildung vorgeschriebenen A, B, und C-Kurse werden in München mit je 15 anrechenbaren Stunden jeweils an einem Wochenende (ausschließlich SA und SO) angeboten. Der Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt neben der Vermittlung der umfangreichen theoretischen Grundlagen auf der praktischen Herangehensweise an den zu lösenden Fall: Die Teilnehmer / -innen üben in allen Kursen anhand von erfolgreich verlaufenen Fällen die Fallbearbeitung und gewinnen mehr Erfahrung bei der Anwendung dieser Heilmethode.

A-Kurse_1.jpgSchwerpunkte der A-Kurse (Sonderpreis AI für Studenten / Doktoranden, etc.) bilden die Einführung und Grundlagenvermittlung der Homöopathie, sowie den Einstieg in die Behandlung akuter Erkrankungen. Das Repertorium als wichtiges Instrument neben den Arzneimittelbildern wird ab dem ersten Kurs in kleinen Schritten eingeführt.

In den B-Kursen wird das Grundlagenwissen vertieft, der Umgang und die Arbeit mit dem Repertorium nimmt insbesondere im Zusammenhang mit ausgewählten Kapiteln zu tiefergreifenden Erkrankungen einen Hauptanteil ein. Weitere Themen sind die 2. Konsultation, Palliation und Suppression, sowie die Bearbeitung spezieller Problematiken bei der Fallbearbeitung.

Die C-Kurse gruppieren ihre Inhalte um die Schwerpunkte Chronische Krankheiten und Miasmenlehre. Die Teilnehmer sollen ihre fortgeschrittenen Kenntnisse der klassischen Homöopathie vertiefen und weiterentwickeln. Der C IV-Kurs vervollständigt die Weiterbildungsreihe mit einer Rekapitulation der Kursinhalte und der Besprechung langjährig begleiteter Fälle. Pressemeldung

Alle drei Kurs-Abschnitte haben als weiteren Schwerpunkt die Arzneimittellehre. Aufgrund der Erfahrungen in der tierärztlichen klassischen Homöopathie aus den letzten Jahrzehnten bilden hier tierspezifische Ausdrucksformen der Arzneimittelbilder das Hauptmerkmal. Arzneimittelrechtliche Grundlagen sowie Grundlagen zur Herstellung von und dem Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln sollen stets aktualisiert werden.

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Fall von Dr. med. vet. Irene Melzer

Behandlung eines Kaltblutfohlens mit Warzen

Helga1_warzen.s.jpgKaltblutfohlen Helga 6 Monate alt
EA 29.10.2010

Das Fohlen hat seit  Herbstbeginn  kleine Warzen auf der Oberlippe,
jetzt: Warzen Oberlippe, Nüstern (re stärker), wenige auf der Unterlippe, nicht blutend

Psyche:
seit Geburt sehr berührungsempfindlich(3), v.a. gegen  Berührungen am Kopf ,
ängstlich z.B. auf der Straße bei den weißen Markierungen (3),
ängstlich gegenüber Menschen, bes. Fremden; nicht geräuschempfindlich,

Helga2_Warzen.s.jpgdas Absetzen als Fohlen von der Mutter ging problemlos, Futter- und Wasseraufnahme nichts besonderes bekannt.

Dieser Text steht nur angemeldeten Teilnehmern zur Verfügung. Zur Anmeldung, bzw. Registrierung.

Die Warzen verschwanden innerhalb von 4 Wochen vollständig. Helga wurde innerhalb dieser Zeit weniger ängstlich und reagierte nicht mehr so empfindlich auf Berührungen.
Am 30 11.11. habe ich anlässlich dieses Berichtes noch einmal Kontakt mit dem Besitzer aufgenommen: Helga blieb warzenfrei. Sie ist zwar generell etwas vorsichtig, aber nicht mehr so ängstlich wie damals. Sie kommt auch her, um sich streicheln zu lassen und hat nichts mehr von der damaligen Berührungsempfindlichkeit.

Dr. med. vet. Irene Melzer ZB Hom aus Obermühl / Bayern
Tierärztin, arbeitet schulmedizinisch und homöopathisch mit Kleintieren, Pferden und Rinder.

Fall von Jane Coenen und Birgit Mosenheuer

la_petite_femelle1.jpgLactatio falsa einer 9 Monate alten Terrierhündin
Kaya ist im Mai 2010 geboren und kam zu ihrer Besitzerin mit 11 Wochen.
Kaya war am 13.1.11 zum ersten Mal läufig gewesen. Die Läufigkeit verlief normal: sie hat 1 Woche geblutet, anschließend kam erst noch etwas schleimiges, dann wässriges Sekret aus der Vagina. Nach der 2. Woche war die Läufigkeit vorbei.
Am 22.2.2011 wurde Kaya in der Praxis vorgestellt wegen schlechten Fressens, nicht mehr Spielen-Wollens und einem enorm hohen Schlafbedürfnis/-bedarf seit 1 Woche. Schon vor der Läufigkeit hatte Kaya immer wieder in größeren Abständen (5 Wochen) direkt nach der Futteraufnahme erbrochen. Jetzt tat sie das spätestens jeden 2. Tag, manchmal erwachte sie sogar morgens, weil sie erbrechen musste (Galle).

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Seit einigen Jahren wird die Physiotherapie in der Tiermedizin zu Recht immer bekannter. Jedoch muss nicht jeder Tierarzt / jede Tierärztin einen kompletten Weiterbildungslehrgang absolvieren, um mit Teilen dieser Methode zu arbeiten.

Aktuelles_FinslerSteiff.pngIn einem Wochenendkurs haben Sie die Gelegenheit in diese Methode „reinzuschnuppern“: Ziel dieser Fortbildung ist das Erlernen von einfachen physiotherapeutischen Anwendungen die in den tierärztlichen Praxisalltag integriert werden können (ATF-Anerkennung: 15 Stunden; die Veranstaltung ist in Bayern auf die Erlangung der Zusatzbezeichnung “Physikalische Therapie” anrechenbar).
Die Physiotherapie kann sehr gut als ergänzende Maßnahme bei einer Vielzahl von Erkrankungen unserer Haustiere eingesetzt werden. Dabei geht es nicht darum die bisherige Therapie zu phy1.jpgersetzen, sondern den Behandlungserfolg mit zusätzlichen Therapiemethoden zu verbessern. Kombiniert man Schul- oder Alternativmedizin mit der Physiotherapie werden in den meisten Fällen ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie und ein dauerhafterer Therapieerfolg beobachtet.

Einige der physiotherapeutischen Techniken sind relativ einfach zu erlernen und können daher nach einer sorgfältigen Einführung auch von „Nicht-Physiotherapeuten“ angewendet werden. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, bei welchen Krankheitsbildern die Physiotherapie hilfreich ist und wo ihre Grenzen liegen.

Das Programm der beiden Kurstage deckt einige wichtige Bereiche der Physiotherapie ab: Zu Beginn wird Ihnen die Physiotherapie als neue, ergänzende Therapieform vorgestellt. Dabei wird vor allem auf die sofortige Umsetzung in den tierärztlichen Alltag Wert gelegt. Neben Ergänzungen zu Ihrem bisherigen Untersuchungsgang bekommen die Teilnehmer /innen auch Vorschläge zur Praxisausstattung und GOT Abrechnung. Als praktische physiotherapeutische Behandlungsmethoden lernen Sie die Thermotherapie kennen und bekommen eine Anleitung zur Rückenmassage mit praktischen Übungen.

phy2_Cava.jpgBei den meisten Physiotherapiepatienten hat sich die Biomechanik stark verändert: ob ein Hund mit den Vorder- oder Hintergliedmaßen lahm geht hat völlig unterschiedliche Auswirkungen. Diese Veränderungen werden Ihnen ausführlich dargestellt und anschließend bekommen Sie einfache Übungen aus der Bewegungstherapie gezeigt, mit denen diese Veränderungen aufgelöst bzw. verbessert werden können.

 

Um die Physiotherapie praktisch umzusetzen werden die beiden häufigen Krankheitsbilder „Arthose“ und „Lähmungen“ aus Sicht der Physiotherapie vorgestellt. Bei den praktischen Übungen gilt es das, bis jetzt Gelernte, auch aktiv umzusetzen.
Zuletzt bekommen Sie noch einen kurzen Einblick in die Lymphdrainage, eine Technik, die bei einigen Krankheitsbildern hilfreich sein kann.
Für die Fortbildungen liegen die Anerkennungen der ATF und der Tierärztekammern vor.

schnupperseminar, www_blog.jpgpyhsiotherapie, physio, vet, Physikalische Therapie, zusatzbezeichung, tierärzte, kleintiere, seminare, fortbildung, kurse, workshop, ATF, fuwft, tiermedizin,  

 

Fall von Dr. med. vet. Ina Luz

Halbmond.JPGHalbmond (Trakehner-Wallach, 6 J. 18.12.2006) hatte in den letzten  4 Wochen drei Mal gekolikt.
Die Koliken traten immer plötzlich auf, die Besitzerin hatte den Eindruck, dass vielleicht Bewegungsmangel ein Auslöser sei. Auch Aufregung schien eine Rolle zu spielen. Beim letzten Mal war er in die Klinik gekommen und dort hatte man eine Laparoskopie vorgenommen, um die Ursache der Koliken festzustellen.

Aus der Klinik zurückgekehrt benahm sich Halbmond sonderbar. Sobald man ihn aus der Box nahm begann er nach wenigen Schritten heftig auszuschlagen und zu steigen. Sobald er wieder in der Box war, war er ein ganz liebes, ruhiges Pferd.
Manchmal konnte man ihn ein kleines Stück führen, solange man Körperkontakt mit ihm hatte und mit ihm beruhigend sprach. Aber es war nicht daran zu denken ihn auf der Weide (mit anderen Pferden) zu lassen, zu longieren oder gar zu reiten.
Früher war es so, dass er eine feste Freundin hatte mit der er eng zusammen war. Man konnte ihn schlecht von ihr trennen oder alleine lassen, da bekam er regelrechte Angstanfälle, jetzt war ihm selbst das egal, Hauptsache, er konnte in seiner Box bleiben.

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