Fall von Dr. med. vet. Elfriede Koppensteiner

Araberfohlen, “Cheran”,  7 Wochen, männlich, vorgestellt wegen Sekundärer Hypoparathyreodismus, idopathische benigne Epilepsie und Calciummangel

Cheran1.JPGCheran war mit 3 Wochen, am rechten Carpalgelenk und auf der rechten Kopfhälfte aufgeschlagen, er schwitzte und war müde. Die Peristaltik war oB und somit wurde eine Kolik ausgeschlossen. Das Blutbild zeigte, dass die Leukozyten und die Muskelenzyme erhöht sind, diese lassen auf einen Krampf oder Stress schließen.
Nach 1 Woche lag Cheran steif in der Box. Er zog den Kopf nach hinten, lag auf der  rechten Seite und der Anfall dauerte ca 3 min. Es  wurde Diazepam gespritzt und in die Uni-Klinik gebracht. Am folgenden Tag hatte Cheran den nächsten Anfall. Die Stute hatte genügend Muttermilch und auch die Zusammensetzung der Milch, va der Calcium-Gehalt war in Ordnung.

Cheran wurde auf der Uni-Klinik untersucht und die Diagnose lautet:
• Sekundärer Hypoparathyreodismus (Parathormon war unter der Nachweisgrenze. Der Hypoparathyreoidismus ist eine durch Unterfunktion der Nebenschilddrüsen verursachte Erkrankung bei der eine mangelnde Parathormon-Ausschüttung zu Kalziummangel führt. Die Symptomatik ist durch einen Calciummangel und dadurch auftretende Parästhesien und eine Tetanie geprägt.
• Idiopathische benigne Epilepsie
• Calciummangel
• Nierenfunktionstest: verliert auch viel Calcium über die Niere

Therapie:
Cheran wurde an der Uniklinik therapiert mit Calcium i.v, Futterkalk, Vit. D, Phenobarbital, Magnesium, Magenschutz, Antibiotika, Diamox.
Der ionisierte  Calcium Wert war bei 0,69 mmol/l, sollte über 1,1 mmol/l sein. Durch die 3-wöchige Therapie an der Uniklinik war der Calc-Wert  auf 0,8 gestiegen.

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Homöopathie in der Pferdemedizin

Autorin Christina Hucklenbroich, Tierärztin und Journalistin

Pferd1_photocase698496415356_klein.jpgDie Andalusierstute ist misstrauisch und verspannt, der Konikwallach schlecht gelaunt und in der Rangfolge der Herde das Schlusslicht. Der Trakehner ist freundlich und verschmust, möchte aber am liebsten in seiner Box bleiben. All diese Pferde wurden ihren Tierärzten wegen Husten, Fieber oder Kolik vorgestellt. In den ausführlichen Fallberichten auf dem HomöopathieBlog stehen aber das Verhalten und der Charakter der Tiere mindestens ebenso sehr im Vordergrund wie die körperliche Krankheit.

„Als Homöopath muss man immer die Individualität des Pferdes miteinbeziehen, also sein Gemüt, und nicht nur die sogenannten Lokalsymptome beurteilen, das wäre dann beispielsweise der Husten“, erklärt die Tierärztin Ina Luz, die den Blog gemeinsam mit einer Kollegin gegründet hat.
Dr. Ina Luz, die eine Praxis in München führt, ist Fachtierärztin für Pferde und hat sich zusätzlich auf Homöopathie spezialisiert.

Bei Headshaking

„Unter meinen Patienten sind viele chronische Fälle, die man schulmedizinisch als ‚austherapiert’ betrachtet – darunter sind zum Beispiel oftmals chronischobstruktive Lungenerkrankungen“, sagt Luz. Daneben gebe es aber auch zahlreiche Pferde mit Krankheiten wie dem Cushing-Syndrom oder Headshaking, für die auch die Schulmedizin noch keine zufriedenstellenden Therapiemethoden kennt. Die Besitzer setzen ihre Hoffnung dann in homöopathische Mittel – jene Substanzen, die der Arzt Samuel Hahnemann einst für den Menschen entdeckte.

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Fall von Valeska Schalk, prak. Tierärztin 

Wohnungskatze, Jacky A., EKH, weibl. kastr., ge. 1996

Katze_02.jpgVorbericht:
Mehrmals wegen Schnupfen schulmedizinisch behandelt. 3 x innerhalb der letzten 5 Monate mit AB, Antiphlogistika, Schleimlöser. In den ersten Jahren wurde sie geimpft, später nicht mehr.

Anamnese:
Jacky war in ihrem Leben nie groß krank. Der Schnupfen hat angefangen im Sommer 2010, ihre Schwester hat parallel dazu in diesem Sommer ein Fibrosarkom entwickelt. Sie schläft gerne auf dem Sofa, wenn alle in der Nähe sind. Am liebsten zwingt sie sich zwischen einen und die Rückenlehne. In der Wohnung sucht sie warme Plätze, gerne an der Heizung. Sie frisst Trockenfutter, Wasser trinkt sie öfters kleine Mengen. Wenn jemand am Computer sitzt, setzt sie sich gerne dazu, auch wieder zwischen Rücken und Lehne. Sie ist nicht geräuschempfindlich. Ein richtiger Schmuser ist sie aber nicht. Beim Autofahren wird ihr schlecht, da muss sie spucken.
Jan 2011:
Allgemeinbefinden gut, kein Fieber, wässriger Nasenausfluss, eher rechts,  viel Niesen. Manchmal sind kleine blutige Flocken im Sekret.

Dieser Text steht nur angemeldeten Teilnehmern zur Verfügung. Zur Anmeldung, bzw. Registrierung.

Fall von Dr. med.vet. Ina Luz

Anfang Januar 2011 wurde  „Filou“ wegen eines Hautausschlags vorgestellt, der schon längere Zeit (seit Juli 2010) bestand.
Fotolia_13331669_XS.jpgBegonnen hatte es damit, dass plötzlich etwa erbsengroße, juckende „Pickelchen“ im Halsbereich auftraten, die sich rasch über den Körper fortsetzten, zum Teil wurden die „Pickel“ dann etwas größer, bekamen in der Mitte eine Delle und bildeten sich dann zurück, seltener gingen sie auf und eiterten dann.
Da der Besitzer 2-3 Tage einige Bananen gefüttert hatte, dachte er zunächst, dass „Filou“ diese nicht vertragen hatte. Nach einer „akuten“ Behandlung, kamen und gingen die „Pickelchen“ weiterhin. „Filou“ erhielt von einem Tierheilpraktiker verschiedene Homöopathische Einzel,- (u.a. Sulf, Ars, Acon),- und Komplexmittel (u.a. Engystol, Mucosa comp. Alleosal) in rascher Folge, ohne, dass eine Wirkung wirklich nachvollziehbar gewesen wäre.
Es folgte ein Allergietest, bei dem eine Sensibilisierung gegen mehrere Gräser-, Kräuter- und Baumpollen festgestellt wurde.
Im September wurde dann eine Eigenbluttherapie durchgeführt und anschließend war der Hautausschlag zum ersten Mal seit Beginn für vier Wochen verschwunden, tauchte dann aber wieder auf und verschlimmerte sich eher noch etwas, als die Eigenbluttherapie wiederholt wurde.

Im Januar 2011 schließlich, entschied sich der Besitzer, es noch mit der klassischen Homöopathie zu versuchen.

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Die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie gliedert sich in der Veterinärmedizin in die Kurse A  – C. Im Rahmen dieser Kurse sollen die Teilnehmer qualifizierte Kenntnisse zum Denkansatz, zur Theorie und zur Praxis der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten mit Hilfe der klassischen Homöopathie erwerben (Veterinärhomöopathie).

ATF_Mitglied_Internet.pngDiese bilden zusammen mit den von den jeweiligen Tierärztekammern und der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) vorgeschriebenen Voraussetzungen die Grundlage für die Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Homöopathie.

Was ist neu, was ist anders?
Die  für die Weiterbildung vorgeschriebenen A, B, und C-Kurse werden in München mit je 15 anrechenbaren Stunden jeweils an einem Wochenende (ausschließlich SA und SO) angeboten. Der Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt neben der Vermittlung der umfangreichen theoretischen Grundlagen auf der praktischen Herangehensweise an den zu lösenden Fall: Die Teilnehmer / -innen üben in allen Kursen anhand von erfolgreich verlaufenen Fällen die Fallbearbeitung und gewinnen mehr Erfahrung bei der Anwendung dieser Heilmethode.

A-Kurse_1.jpgSchwerpunkte der A-Kurse (Sonderpreis AI für Studenten / Doktoranden, etc.) bilden die Einführung und Grundlagenvermittlung der Homöopathie, sowie den Einstieg in die Behandlung akuter Erkrankungen. Das Repertorium als wichtiges Instrument neben den Arzneimittelbildern wird ab dem ersten Kurs in kleinen Schritten eingeführt.

In den B-Kursen wird das Grundlagenwissen vertieft, der Umgang und die Arbeit mit dem Repertorium nimmt insbesondere im Zusammenhang mit ausgewählten Kapiteln zu tiefergreifenden Erkrankungen einen Hauptanteil ein. Weitere Themen sind die 2. Konsultation, Palliation und Suppression, sowie die Bearbeitung spezieller Problematiken bei der Fallbearbeitung.

Die C-Kurse gruppieren ihre Inhalte um die Schwerpunkte Chronische Krankheiten und Miasmenlehre. Die Teilnehmer sollen ihre fortgeschrittenen Kenntnisse der klassischen Homöopathie vertiefen und weiterentwickeln. Der C IV-Kurs vervollständigt die Weiterbildungsreihe mit einer Rekapitulation der Kursinhalte und der Besprechung langjährig begleiteter Fälle. Pressemeldung

Alle drei Kurs-Abschnitte haben als weiteren Schwerpunkt die Arzneimittellehre. Aufgrund der Erfahrungen in der tierärztlichen klassischen Homöopathie aus den letzten Jahrzehnten bilden hier tierspezifische Ausdrucksformen der Arzneimittelbilder das Hauptmerkmal. Arzneimittelrechtliche Grundlagen sowie Grundlagen zur Herstellung von und dem Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln sollen stets aktualisiert werden.

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